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        11.04.2010
        14:01

        Bachelor als Abi-reloaded?

        Peter Riedlberger hat bei Telepolis einen enttäuschenden (im Wortsinn) zweiteiligen Artikel über die vermeintliche Vorbildfunktion des anglo-amerikanischen Wissenschaftsbetriebs für den Bologna-Prozess veröffentlicht. Zunächst räumt er mit dem Mythos der Unterlegenheit des amerikanischen akademischen Werdegangs auf, dann beschreibt er pointiert den kontraproduktiven Irrwitz des Bachelor-/Master-Systems in Deutschland (und Europa), der aus dem hochschulpolitischen Aktionismus entstanden ist.

        Nun ist Aktionismus eine Erklärung, aber kein Motiv. Nennt mich einen Schelm, aber nachdem ich das gelesen hatte, erinnerte ich mich an das, was Paul Nolte, basierend auf seiner Rede anlässlich des 60. Gründungsjubiläums der HRK, vor einiger Zeit im Tagesspiegel geschrieben hat: Zwar spricht er dort von einer "Notwendigkeit der sozialen Öffnung und des breiteren Zugangs zu den Hochschulen" (seit den 1970'er Jahren), allerdings schränkt er ein:

        Wie wir mit dieser Mittelschicht im Wartestand umgehen und welche Lebens- und Studierhaltung wir von ihr erwarten können, ist freilich eine noch immer nicht geklärte Frage.

        Es ist sicher eine unzulässige Vereinfachung, hier eine bewusste Entwertung des (Bachelor-)Studiums als protektionistische Maßnahme des Bildungsbürgertums gegenüber der "Mittelschicht im Wartestand" herauszulesen. Ebenso sicher ist allerdings auch die Schlussfolgerung, dass sich eine durch starre formale Anforderungen einer komplizierten Bürokratie bestimmte akademische Laufbahn deutlich schwerer von Menschen, denen jener Hintergrund nicht bereits (lange) vor Antritt dieser Laufbahn vermittelt wurde, beschreiten lässt, als eine allein durch leistungsorientierte (mithin intuitiv erfüllbare) Anforderungen bestimmte. Aber genau daran ändert sich, so der Artikel von Peter Riedlberger, durch die Reformen nichts. Stattdessen wird, wiederum streng formalisiert, ein Teil des Studiums "sozialverträglich" bagatellisiert.

        Wenn man keinen bösen Willen oder gravierende Inkompetenz unterstellen möchte, ist Vorteilnahme durch unterlassene Hilfeleistung (liebe Juristen, bitte nicht auslachen) die naheliegende Erklärung. Oder positiv formuliert: Never change a running system, if it runs for you.

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