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        03.07.2008
        16:14

        Kafkaesker Kafka-Geburtstag

        Je länger man vor der Tür zögert desto fremder wird man

        Naja, nicht wirklich kafkaesk, eigentlich garnicht. Aber ich fand den Titel toll. Heute wäre Kafka 125 geworden, und gestern wurde das schon einmal feierlich begangen. Das soll man ja eigentlich nicht tun, Vorfeiern. Daher dachte ich an so eine typische Kafka-Lesung mit den üblichen Verwirrten Verdächtigen. Ich habe mir nicht allzu viel dabei gedacht, als ich zusah wie die Feierabendinitiation sich auf die Zeit zum Umziehen ausdehnte, weshalb ich in "Couch-Garnitur" (vier Jahre alte Cargo-Shorts + zum Schlafen ausrangiertes T-Shirt) das Haus verlassen musste. Ach ja, wir jungen Wilden. In der Akademie der Künste (Hanseatenweg, Pariser Platz hätte sogar mich stutzig gemacht) angelangt, wurde meine Gedankenlosigkeit bestraft: Es waren sehr viele Leute, und sie hatten sich in Schale geworfen. Nur einige Wenige waren ebenfalls leger gekleidet, jedoch genug um mich auf meinen Grundsatz zu besinnen, im Zweifelsfall lieber under- als overdressed sein zu wollen. Peinlich Unfreiwillig komisch wurde die Angelegenheit dann dadurch, dass die Kassiererin unmittelbar bevor ich an die Reihe kam die reservierten Karten freigab, so dass ich in einer der vordersten Reihen (die dritte nach den VIP-Reihen) landete, und zwar mittig. Fünf Reihen hinter Otto Schily und den Botschaftern von Österreich und Tschechien. Umringt von aufgetakelten Menschen, die ihrer Entrüstung mit ihrer gesamten mimischen Bandbreite (Geschichts-)Ausdruck verliehen. Nun lege ich in der Regel keinen Wert auf durch Äußerlichkeiten erlangte Anerkennung, aber in diesem Fall ging es ganz offensichtlich um den feierlichen Anlass als solchen, nicht um Kafkas literarisches Werk: Eine Sonderbriefmarke und eine Sondermünze wurden an VIP übergeben, dabei wurde auf die überragende Prägequalität in umfassenden Ausführungen hingewiesen. Somit war meine übliche Argumentation, nämlich, auf das Wesentliche fokussiert zu sein, in diesem Fall nicht brauchbar. Ich konnte mir nur noch aussuchen ob ich mich für "aus Zeitmangel" oder für "aus Unüberlegtheit" schämen sollte. Wirklich viel Neues über Kafkas Werk habe ich nicht erfahren, es ging fast ausschließlich um Biografisches. Dafür habe ich Klaus Wagenbach mal in natura erlebt, Hans-Gerd Koch kannte ich schon. Meine Sitznachbarinnen konnte ich im Laufe des Vortrags übrigens gnädig stimmen, als ich über eine Anekdote lachen konnte, die Lateinkenntnisse verlangte. Das ist schon komisch. Aber nicht lustig. Und ich meine nicht die Anekdote.

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