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        Zwischen Lüge und Wahnsinn

        Auch wenn A. sagt, dass das so formuliert so ziemlich alles beinhaltet (mithin nicht erwähnenswert ist), habe ich gerade genug Rotwein getrunken, es dennoch kund zu tun.
        Ich hatte ein spirituelles Erlebnis. Mit allem drum und dran. So müssen sich Schamanen im Erdloch fühlen. Die ganze Geschichte würde ziemlich lange dauern und wäre wohl auch nur bedingt spannend (selbst für ein Blog), daher nur Stakkato. Ich erzähle es aus der damaligen Perspektive, bitte nehmt es nicht allzu ernst, nüchtern bin ich deutlich reflektierter:
        Ich habe mit einem alten Freund das WM-Qualifikationsspiel Russland-Deutschland in einer (wie sich herausstellen sollte) russisch geführten Kneipe gesehen. Wir waren schon ziemlich gut dabei, als er in der Halbzeitpause eine Sportzigarette auf den Tisch legte. Obwohl ich schon eine Weile nicht mehr im Training bin, war ich dabei.
        Zur zweiten Halbzeit gesellte sich dann ein junger Türke (das behauptete er, ich WUSSTE aber, dass er Russe ist) zu uns (er wurde von DENEN geschickt, um unser Qì zu absorbieren, da ich im Begriff war, die Sirene, verkörpert durch die Barfrau, mental zu bezwingen), und wir kamen ins Gespräch. Wie gesagt spare ich einen Großteil der Handlung aus, nur so viel: Wir kommunizierten auf allen Ebenen, dann schalteten sich sämtliche Anwesenden ein und formierten sich zu einem dithyrambischen Chor, der mir (um mit den Wachowskis zu sprechen) die rote Pille anbot. Allein die Wehen waren aber schon so heftig, dass ich den Schwanz einzog und um Gnade winselte, die mir auch gewährt wurde.
        Ich habe das dann, wieder nüchtern, so interpretiert: Sich auf spirituelle Erfahrungen einzulassen (Religion, Esoterik, Matrix etc) führt in den Wahnsinn (jedenfalls aus diesseitiger Perspektive). Es nicht zu tun bedeutet, diese Erfahrung zu leugnen, also zu lügen. Beides hat etwas dogmatisches. Demnach pendelt ein freier Geist immer zwischen Wahnsinn und Lüge.
        Also wie gesagt, nehmt das nicht allzu ernst. Wie sagte A. sinngemäß: Deswegen sollte man das mit den Sportzigaretten nicht übertreiben.

        01.10.2008
        19:36

        Oh Schock: Ein Pflock.

        Gestern ist wirklich etwas Skurriles passiert. Nach dem Parken lief ich an der Motorhaube vorbei zum Gehweg und bemerkte ein Stück Holz, dass zwischen dem VW-Logo im Kühlergrill steckte. Ich zog es heraus und ein kalter Schauer lief mir über den Rücken (ich hatte wenig und schlecht geschlafen, da an diesem Tag einige heikle bürokratische Angelegenheiten anstanden). Ich hielt einen kleinen Pflock in der Hand, ca. 20 cm lang, sauber geschnitzt und schön spitz. Ja, genau, ein Pflock. Die Dinger, die man Vampiren in die Brust jagt. Sicher keine riesen Arbeit, aber wohl doch zu aufwändig für einen spontanen Jux.
        Ich gebe ja zu, das Auto ist wartungsbedürftig, um das mal unverfänglich zu formulieren. Und so als Anekdote ist das ja auch ganz witzig. Aber als Verfechter des Mottos "nur weil ich paranoid bin, heißt das ja nicht, dass sie nicht hinter mir her sind", ist das schon beängstigend. Zumal es ja auch nicht die erste ungewollte Manipulation an meinem Auto in der letzten Zeit war.
        Ich hoffe, dass das irgend so ein skurriler Spaßvogel (oder das bereits zitierte Guerilla Marketing) war und nicht so ein scheiß Garten-Nazi, der mir als nächstes die Bremsschläuche durchschneidet. Der Pflock bekommt jedenfalls ne Schnur verpasst und kommt dann an den Innenspiegel: Nicht mit Lumpi, ihr Pfeifen.

        27.09.2008
        05:45

        Traurig! Aber wahr?

        Gestern Nacht war ich etwas länger weg (für einen Donnerstag), ich hatte ein wenig mehr getrunken (für einen Donnerstag). Es war ca. 00:30 und ich war schon fast zu Hause, da fiel mir dieser Zettel an einem Baum auf. Der Abend war nett, die Frau hübsch, ich war guter Dinge und ahnungslos, dass der Zettel eine Prophezeiung war. Ich neige ja dazu, Naivität überzubewerten. Auf den zweiten Blick deutet das auf Selbstüberschätzung hin, auch wenn ich das vehement bestreiten würde. Ich meine es doch nur gut, wa. Aber das hier war zu perfekt, vom Datum des ersten Treffens (vor drei Jahren!), über die heißbegehrten Liköre (wie hätte sie widerstehen können) bis zu der fehlenden Kontaktmöglichkeit. Schaurig traurig. Da ich selbst gerade alles richtig gemacht hatte, telepathierte ich ihm schnell die ganze Wahrheit und schwelgte in sozialromantischer Bierseligkeit bis nach Hause, als hätte ich einem Verkäufer eines Obdachlosenmagazins gerade die Rente gesichert. Der Morgen danach war relativ hektisch, ich hatte eine langfristige Deadline einzuhalten (daher war der Abend zuvor eigentlich nicht vernünftig, aber die Frau gefiel mir eben) und hielt diese mit einer Punktlandung ein. Hätte ich doch diesen Zettel, dieses Anti-Howto der Verführung, im Kopf gehabt als ich ihr eine Mail schrieb, dass mir der gestrige Abend gefallen hat und ich eine Zugabe wollte und ihr das, weil ich ihre Nummer noch nicht hatte, eben per Mail sagen musste (die Adresse hatte ich, wir sind Kollegen). Muss ich erwähnen, dass sie nicht geantwortet hat? Oh wir unseligen, feinfühligen, ach so kreativen Männer. Frauen wollen Likör, keinen Weichspüler. Oder stimmt das gar nicht, und wir neigen einfach nur dazu, an die Falschen zu schreiben? Nachtrag: Sie hat sich gemeldet, ich habe ihre Nummer. Ändert aber nix am Gesagten (dass Frauen in aller Regel nicht schriftlich betört werden wollen). Ich bin halt nur noch nicht so weit wie er, immerhin lag kein halbes Jahr dazwischen.

        19.08.2008
        13:17

        Wer zuletzt lacht, denkt am längsten.

        Statt meinen Geburtstag auf der Hoppetosse ausklingen zu lassen, zog es mich an ein Lagerfeuer, das auf einem Hundeauslaufplatz den Geburtstag eines alten Kumpels erleuchtete. Es waren die spärlichen Reste unserer alten Löwenmeute versammelt (früher konnten wir vom 14.8. bis zum 17.8. durchfeiern). Auch wenn sich viel verändert hat und es nicht immer leicht ist, für beide Seiten, kann und will ich mich nicht komplett zurück ziehen.
        Es war auch ganz witzig, und ab einem gewissen Pegel war es dann fast wie früher, fast, denn immer wieder gab es Situationen, in denen deutlich wurde, dass die Zeit nicht stehen geblieben ist. Ich möchte das nicht weiter ausführen, nur so viel: Ich mag sie so wie sie sind. Tragischerweise wird es vor allem dann unbehaglich, wenn sie sich (mir zuliebe) verstellen.
        Hängen geblieben (ups, scheiß Freud) ist vor allem diese Situation: Im Laufe des Abends wurde die Konversation zwischen den Geschlechtern zunehmend expliziter. Ein Mädchen, das nicht den Eindruck erweckte, dass ihm das missfiel, "empörte" sich, dass es in der Runde wohl nur zwei Männer gebe, die beim Anblick einer nackten Frau nicht sofort ihr Großhirn abschalten. Einer davon war ich. Ich fragte daraufhin, ob das jetzt ein Kompliment oder eine Beleidigung sein sollte, was die Gruppe mit schallendem Gelächter und der Alpha mit einem High-Five quittierte. Ich ließ mir nichts anmerken, war aber doch verunsichert. Nicht nur, dass die Frage offen blieb. Deutlich schlimmer war, dass alle anderen die Antwort zu kennen schienen.

        Viraler Diebstahl

        Mir wurde jetzt zum zweiten Mal die Reflektor-Blende in der Stoßstange meines Golf III geklaut. (Ja ich habe ein Auto in Berlin, ja, ich weiß, ja, aber trotzdem.) Die ist nicht geschraubt oder sonst gesichert, man kann sie einfach mit einem Schraubenzieher herausziehen. Beim ersten Mal habe ich mir nicht viel dabei gedacht, da es vor allem ein kosmetisches Problem ist. Nach ein paar Wochen habe ich mir eine neue geholt und gut. Wieder einige Wochen später, war dann die auf der anderen Seite weg. Derart sensibilisiert fiel mir auf, dass total viele Golf III (bzw. verwandte Modelle) ohne Reflektor-Blende in der Stoßstange fahren.
        Ich weiß nicht, ob das ein Berliner Phänomen ist. Und ich weiß nicht, ob das ein Golf III Phänomen ist (bzw. aller verwandten Modelle). Vielleicht gibt es das für eine ganze Reihe von Modellen und Marken, so ein kleiner Fehler im Detail, der für Aufruhr sorgt, dabei aber nur den unmittelbar Betroffenen bekannt ist.
        Jedenfalls finde ich das spannend. Vielleicht die Guerilla-Akquiseaktion eines großen deutschen Autoteilelieferanten? Oder der Versuch des Herstellers, die Golf III Klientel zum Neuwagenkauf zu bewegen? Spaß beiseite. Ganz offensichtlich gilt der kategorische Imperativ auch im Umkehrschluss.